Ratgeber

Speisekarten-Bindungen im Vergleich: Klemmschiene, Magnet, Schrauben, Kordel, Druckknopf, Passepartout

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Ein Vergleich der Speisekarten-Bindungen beginnt nicht beim Aussehen, sondern bei einer Frage: Wie oft wird der Einlegebogen gewechselt? Wer die Tagesempfehlung jeden Morgen neu druckt, braucht eine andere Mappe als ein Haus, dessen Karte eine Saison lang steht. Ob eine Speisekarte Klemmschiene oder Magnetleiste bekommt, ob sie verschraubt, geknotet, geknöpft oder mit einem Passepartout gerahmt wird, folgt aus dieser Antwort – Format und Farbe kommen danach.

Dieses Lookbook zeigt 639 Aufnahmen von Speisekartenmappen aus 23 Modellen, verteilt auf sechs Bindungssysteme. Die Abschnitte unten beschreiben, wie jedes System den Bogen hält, was das für den Wechsel bedeutet und welche Modelle es tragen.

Klemmschiene

Der Einlegebogen wird in eine Schiene im Rücken der Mappe geklemmt. Der Wechsel kommt ohne Werkzeug aus. Das ist das System für Häuser, in denen die Karte mit dem Markt geht – drucken, einschieben, fertig. Mit 234 Aufnahmen ist die Klemmschiene das am breitesten dokumentierte Prinzip im Katalog: Quickfix mit 98, Quickin mit 88 und Quickfix Premium mit 48. Die drei Modelle decken elf Formate ab; die quadratischen Zuschnitte von 16 × 16 bis 22 × 22 Zentimeter gibt es nur hier.

Magnetleiste

Eine Magnetleiste hält den Bogen im Rücken – ohne Werkzeug und ohne Löcher im Papier. Beim Wechsel gibt sie den Bogen unbeschädigt wieder frei. Von allen sechs Systemen ist das der schonendste Umgang mit dem Papier; wer Bögen weiterverwenden will, hat hier den geringsten Verschleiß. 64 Aufnahmen verteilen sich auf Finessino mit 28, Magnetix mit 26 und Finesso Magnetleiste mit zehn, in A4 hoch, A4 quer und A5 – ohne schmale oder quadratische Sonderformate.

Schrauben

Deckel und Bogen werden im Rücken verschraubt. Die Verbindung ist fest, sichtbar und geht nicht von selbst auf; ein Wechsel verlangt, die Schrauben zu lösen und wieder anzuziehen. Mehr Aufwand als bei Klemme oder Magnet – und deshalb die ruhige Wahl für Karten, die eine Saison lang stehen. Mit 158 Aufnahmen ist das Prinzip das zweitgrößte im Katalog, getragen von fünf Modellen: Finesso Schrauben mit 56, Select mit 45, Rustika mit 25, Degusta und Jubilar mit je 16. Sechs Formate von A4 super schmal bis A5 quer sind belegt – die größte Auswahl unter den festen Bindungen.

Kordel

Der Bogen wird mit einer Kordel gebunden: Sie läuft durch Löcher im Rücken und hält mit einem Knoten. Die Verbindung ist fest und bleibt sichtbar. Ein Wechsel heißt Knoten lösen und neu binden; die Kordel passt deshalb zu Karten, die selten neu gedruckt werden, und zu Häusern, in denen die Bindung Teil der Gestaltung ist. 74 Aufnahmen zeigen Pellino Druckknöpfe mit 32, Kordesso Light mit 18, Kordesso mit 16 und Mooncard mit acht. Das Format 22 × 25 Zentimeter bei Mooncard gibt es nur mit Kordel; das Quadrat 27,5 × 27,5 Zentimeter bei Pellino teilt sich die Kordel mit der Druckknopfvariante desselben Modells.

Druckknöpfe

Eine Leiste mit Druckknöpfen hält den Bogen; die Knöpfe rasten ein und wieder aus, ein Wechsel dauert Sekunden und braucht kein Werkzeug. Damit steht das System neben Klemmschiene und Magnet, nur bleiben die Knöpfe sichtbar und geben der Mappe einen handwerklichen Zug – für Betriebe, deren Karte mehrmals pro Woche neu gedruckt wird, die Variante mit Charakter. 59 Aufnahmen verteilen sich auf Pellino Druckknöpfe mit 32, Lingua mit 17 und Finesso Druckknopf mit zehn. Pellino führt Druckknöpfe und Kordel nebeneinander.

Passepartout

Das Passepartout ist kein Rückensystem, sondern ein Deckelprinzip: Ein Ausschnitt im Deckel rahmt den Einlegebogen und verdeckt dessen Rand. Unregelmäßigkeiten beim Zuschnitt fallen dahinter nicht auf, der Blick geht auf den Text statt auf die Papierkante – ein Vorteil für Häuser, die ihre Karte selbst drucken. Über den Wechselaufwand sagt das Passepartout allein nichts aus. Mit 110 Aufnahmen und sieben Modellen ist es die breiteste Modellreihe: Finessino mit 28, Signmaster mit 18, Delicard, Signmaster Premium und Trio mit je 16, Juwel unverstärkt und Juwel verstärkt mit je acht – in A4 hoch, A5 und A4 quer.

Kurz entschieden

Wer die Karte täglich oder mehrmals pro Woche neu druckt, wählt eines der drei werkzeuglosen Systeme: Klemmschiene für die größte Format- und Farbauswahl, Magnetleiste, wenn die Bögen unbeschädigt bleiben sollen, Druckknöpfe, wenn die Bindung sichtbar sein darf. Wer die Karte eine Saison lang stehen lässt, ist mit Schrauben oder Kordel richtig – fest und ruhig, bei der Kordel mit handwerklichem Akzent. Das Passepartout kommt dazu, wenn selbst gedruckte Bögen einen sauberen Rand brauchen. Im Zweifel helfen die kostenlosen Musterkarten im Shop von Gastro Top Card.

Menuboards: Klemme, Band, Magnet, Ring, Schleife, Holzleiste

Menuboards fallen aus diesem Vergleich heraus, weil sie keine Mappe sind: Die Karte liegt auf einem Brett und wird dort mit Klemme, Gummiband oder Kordel, Magnetleiste, Ringmechanik, Schleife oder Holzleiste befestigt. Im Katalog tragen sie deshalb keine Bindungs-Angabe, sondern laufen als eigene Modelle – acht mit zusammen 120 Aufnahmen, von Menuboard Klemme, Gummi / Kordel, Ringmechanik und Schleifen mit je 20 über Holzleiste mit 16 und Magnetleiste mit zwölf bis zu Chartboard und Selectboard. Die Prinzipien sind dieselben, nur offen auf der Fläche statt im Rücken.

Gastronomie-Speisekarte Quickfix in Braun, Format A4 hoch – Speisekarten Bilder
Quickfix · A4 · Braun
Gastronomie-Speisekarte Magnetix in Grau, Format A4 hoch – Speisekarten Bilder
Magnetix · A4 · Grau
Speisekarten Bilder: Finesso Schrauben als Speisekarte im Format A4 hoch, Farbe Braun
Finesso Schrauben — A4, Braun
Speisekarten Bilder: Speisekarte Kordesso im Format A4 hoch, Einband in Rot
Kordesso · A4 · Rot
Speisekartenmappe Pellino Druckknöpfe in Blau, Format A4 hoch – Speisekarten Bilder
Pellino Druckknöpfe in Blau, Format A4
Speisekarten Bilder: Speisekarte Delicard (A4 hoch) mit Einband in Braun
Delicard in Braun, Format A4

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